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In Memoriam Maria Corazon Conjuangco-Aquino
Selbst erklärte frühere Gegner wie Imelda Marcos oder der auch mit ihrer Hilfe aus dem Amt gejagte frühere Staatspräsident Estrada bekundeten Betroffenheit und riefen zum Gebet für sie auf. Wer war diese Frau, die 1986 zu dem engeren Kreis der Nobel-Preiswürdigen zählte? Zeichnen wir den Lebensweg der Verstorbenen hier kurz nach.
Jugendzeit und Ehe mit Benigno Aquino Die 19333 in Tarlac geborene „Cory“ Aquino entstammt der als sehr vermögend eingestuften, Conjuangco-Familie, einem politisch durchaus einflussreichen Clan mit chinesischen Wurzeln. Der Vermögensstatus der Familie gestattet eine gediegene Schulausbildung im Ausland. Nach dem Besuch von Colleges in den Vereinigten Staaten studiert sie Geisteswissenschaften mit Schwerpunkt Französisch und Mathematik und strebt zunächst den Lehrerberuf an. Die Heirat mit Benigno „Ninoy“ Aquino unterbricht 1954 ein an der Far Eastern University in Manila aufgegriffenes Zweitstudium der Rechte. Aus der Ehe gehen insgesamt fünf Kinder hervor. Ihr Ehemann Benigno Aquino ist ein politischer Senkrechtstarter. Schon als Siebzehnjähriger berichtet er als Kriegsberichterstatter vom Koreakrieg. Später wird er Bürgermeister (1954), Vizegouverneur und Gouverneur der Provinz Tarlac (1961). Er rückt zum Generalsekretär der oppositionellen Liberal Party (1966) auf nd ist mit 34 Jahren der jüngste Senator in der philippinischen Geschichte. Der charismatische Oppositionsführer ist sehr populär und ein scharfer Widersacher des in der zweiten Amtszeit regierenden Präsidenten Ferdinand Marcos. Dieser sieht 1971/1972 – mit Blick auf die kommunistische Bedrohung durch die NPA, separatistischer Unruhen im Süden und studentischer Proteste - seine Regierung durch „Verschwörungen rebellischer, ungesetzlicher Elemente“ bedroht und verhängt 1972 das Kriegsrecht über die Philippinen. Zu den ersten Inhaftierten gehört Benigno Aquino, dem man Mord, illegalen Waffenbesitz und Mitbeteiligung an einer Verschwörung vorwirft. Ein Militärgericht verurteilt ihn zunächst zum Tode, später zu langjähriger Haft. Noch inhaftiert bewirbt sich Benigno Aquino um ein politisches Mandat. Wahlkämpferin wird für ihn seine Frau, die sich zunächst völlig von der Öffentlichkeit ferngehalten hatte und nun ihre ersten politische Reden hält. Nach mehr als siebenjähriger Einzelhaft wird Benigno Aquino Jr. 1980 freigelassen. Man will ihm eine Herzoperation in den USA ermöglichen. Die Familie Aquino siedelt für drei Jahre nach Boston/USA. Cory Aquino hat die damaligen Jahre als sehr glücklich bezeichnet. Exekution des Ehemannes Benigno Aquino hält aber an seinem Ziel fest, den korrupten, zunehmend schwächer wirkenden Präsidenten Ferdinand Marcos per Wahl aus dem Amt zu drängen. Bei seiner Rückkehr am 28. 03. 1983 wird er auf dem Flugfeld des International Airport Manila durch einen gezielten Schuss in den Hinterkopf getötet. Die Tatumstände – und dies gilt insbesondere für die Hintermänner des Mordkomplotts - sind bis zum heutigen Tag nicht voll geklärt. Die amtierende Regierung behauptete, der kurz danach erschossene Täter Rolando Galman hätte im kommunistischen Auftrag gehandelt. Es kommt zu gerichtlichen Untersuchungen, die zum Teil mit Freisprüchen enden. Erst 1990 werden sechszehn Angeklagte (u. a. Offiziere des Flugsicherungsbegleitkommandos) zu lebenslanger Haft verurteilt. Einige davon genießen mittlerweile bereits schon wieder ihre Freiheit. Die zaudernde Präsidentschaftskandidatin Die Ermordung ihres Mannes rückt die scheue Witwe, die durch ihre demonstrative Bescheidenheit und stillen Art ein Gegenbild zu der publikumssüchtigen, labernden Imelda Marcos darstellt, stärker in den Blickwinkel der Öffentlichkeit. Sie jedoch schätzt ihr Privatleben, nur ab und an beteiligt sie sich an Protestaufrufen und Demonstrationen. Im November 1985 setzt Marcos überraschend eine Präsidentenwahl für Februar 1986 an. Die politische Opposition ist jedoch zerstritten. Der Sohn des früheren Präsidenten Laurel, Senator Salvador Laurel, bietet sich als Kandidat an, er gilt jedoch nicht unbedingt als populäres Zugpferd für die Wahl. Cory Aquino, deren politischer Einfluss zunimmt, ziert sich noch. Erst nachdem ihr eine Liste mit den Unterschriften von einer Million Unterstützer vorgelegt wird sowie einer längeren Meditation in einem Kloster entschließt sie sich, der Wahl zu stellen. Im anstehenden Wahlkampf feiern ihre Unterstützer sie begeistert als „gelbe Madonna“, die die Zielsetzungen ihres Mannes engagiert aufgreift. Die Gegenseite der Marcos-Anhänger verweist ziemlich deutlich darauf, dass sie doch nur eine „Hausfrau“ sei, deren eigentliches Domizil wohl die Küche und der „bedroom“ sei. Sie spiele außerdem den Kommunisten in die Hände, wenn sie für Friedensgespräche mit der NPA plädiere. Zwei Präsidenten Nach der Auszählung der Stimmen durch die COMELEC-Wahlkommission am 15. 02. 1986 gibt es einen „offiziellen“ Gewinner – es ist Ferdinand Marcos. Gleichzeitig werden massive Vorwürfe von Wahlbetrug erhoben. Selbst COMELECZ-Zähler räumen ein, dass sie zu Manipulationen von Wahlstimmen angehalten wurden. Katholische Kirche aber auch die US-Regierung äußern starke Vorbehalte gegenüber dem offiziellen Wahlergebnis. Für eine breite Öffentlichkeit ist Cory Aquino der Wahlsieger. So kommt es, dass am 25. 02. 1986 mit Marcos und Aquino gleich zwei Personen den Sieg für sich reklamieren und von Richtern zum Präsidenten (-in) der Philippinen ausgerufen wurden. Am 22. 02. 1986 fordern zwei führende frühere Marcos-Anhänger – der Verteidigungsminister Juan Ponce Enrile und der Vizechef der Streitkräfte Fidel Ramos – Marcos zum Rücktritt auf und verschanzen sich in zwei Militärcamps in Quezon City. Regierungstruppen rücken an, um die Rebellen niederzuschlagen. Der einflussreiche Erzbischof von Manila, Jaime Cardinal Sin, ruft die Bevölkerung zur Unterstützung der Rebellen auf. Hunderttausende folgen dem Ruf. Es geschieht nun das sogenannte „EDSA-Wunder“. Nach viertägigen Protestzügen ziehen sich die Regierungstruppen zurück. Ferdinand Marcos, der nun die Unterstützung durch die USA verloren hat, findet Asyl auf Hawaii. Er nimmt beachtliche Vermögenswerte mit und betrachtet sich weiterhin als Präsident der Philippinen. Schwierige Regierungszeit Am 25. 03. 1986 ruft Präsidentin Aquino eine Revolutionsregierung aus, deren demokratische Legitimität für die Opposition strittig ist. Die Präsidentin bemüht sich, ein sehr illustres, mehr oder weniger kompetentes Ministerkabinett zu leiten, dem es häufiger an Kabinettsdisziplin fehlt. Finanzminister Jaime Ongpin wurde einmal gefragt, ob es Berater gäbe, auf die sich die Präsidentin verlassen könne. Die Antwort lautete: Es gibt nur einen – sie selbst. Es kommt in der Folgezeit zu mehreren Kabinettsumbildungen und zu Rücktritten zum Beispiel von Ponce Enrile und dem Vizepräsidenten Salvator Laurel. Die von Marcos erlassene Verfassung wird aufgehoben. An ihre Stelle tritt - gegen den Widerstand des halben Kabinetts - eine vorläufige Verfassung, die die demokratischen Grundstrukturen und die bürgerlichen Grundrechte wieder herstellt. Die Pressezensur wird aufgehoben und die politischen Gefangenen amnestiert. Amnestiert wird auch – sehr zum Missfallen des Militärs - der damalige Kommunistenführer Jose Maria Sison. Es sind insbesondere fünf Ziele, die die Regierung Aquino verfolgt: ► eine neue demokratische Verfassung, ► die nationale Aussöhnung mit der im Untergrund operierenden, kommunistisch inspirierten Guerillaarmee (NPA) und den moslemischen Separatisten im Süden und ► eine Landreform verbunden mit einem neuen Konjunkturprogramm, das die Wirtschaft wieder ankurbeln soll. Verfassungsreform 1987 wird eine neue Verfassung per Volksentscheid verabschiedet. Sie sieht ein Zweikammersystem mit dem House of Representatives und dem Senat nach amerikanischem Vorbild vor und bestimmt unter anderem, dass ein Präsident nur einmal für sechs Jahre gewählt werden kann. Die derzeitige Diskussion um eine neue Verfassung zeigt, dass die damals verabschiedete Verfassung für nicht wenige Schwachpunkte aufweist. Kritiker bemängeln u.a. eine unzureichende Regierungsstabilität und ein unausgewogenes Gleichgewicht zwischen der Zentrale und den Provinzen. Gescheiterte Friedensgespräche Es kommt zu wiederholten – von dem Militär sehr argwöhnisch beobachteten - Friedensgesprächen mit der Führung der NPA. Die Verhandlungen werden aber wegen immer wieder auftretender Zwischenfälle ausgesetzt und dauern in abgeschwächter Form bis zum heutigen Tag an. Für die NPA stellt sich bei den Verhandlungen stets die Grundfrage, ob und wie weit sie sich sie mit dem kapitalistisch ausgerichtetem „System“ arrangieren kann und soll. Ein Verzicht auf den Einsatz von Waffen kommt für viele NPA-Hardliner einer Kapitualation vor dem Klassenfeind gleich. Im Süden hat die Regierung nur einen gemäßigten Verhandlungspartner, für den nach längerer Zögern auch eine Teilautonomie in Betracht kommt, die MNLF (Moro National Liberation Front) unter ihrem Führer Nur Misuari. Andere Guerilla-Grupperungen wie die die MILF (Moro Islamic Liberation Front) oder die noch radikalerer Abu Sayaf sind nicht kompromissbereit und fordern die volle Autonomie und Loslösung vom Staatsgebiet. Der Mindanao-Konflikt mit seinem blutigen Guerillakrieg hält bis zum heutigen Tage an. Die versprochene Bodenreform Es ist der der Regierung der Großgrundbesitzerin Aquino durchaus bewusst, dass der Zulauf zur NPA mit der ungleichen Bodenverteilung in engem Zusammenhang steht. Zehn von damals 12 Millionen Kleinbauern verfügen damals über kein eigenes Land, während fünf Prozent der Bevölkerung über neunzig Prozent der Agrarfläche verfügen. Das „Comprehensive Agrarian Reform Law“ (CARP) wird verabschiedet. Annähernd 10.000 Hektar Land sollen in den kommenden zehn Jahren an 3,8 Millionen Pächter und Kleinbauern verteilt werden. Rückgriff genommen soll dabei auf private und staatliche Agrarflächen. Die Regelung näherer Einzelheiten bleibt der Entscheidung des Kongresses vorbehalten. Dieser verzögert aber die notwendigen Beschlüsse beziehungsweise er findet zu Beschlüssen, die den Großgrundbesitzern bei drohenden Enteignungen hinreichend Umgehungen und Schlupflöcher lassen. Von Corazon Aquino selbst ist bekannt, dass sie alle legalen Register - z. B. durch Umwandlung von Agrarflächen – zog und zieht, um ihre Großplantage Lousita vor weiteren Enteignungen zu schützen. Merken wir noch an, dass ihrer wie den nachfolgenden Regierungen auch die notwendigen Etatmittel fehlten, um Enteignungen in größerem Umfang durchführen zu können. Das oberste Verfassungsgericht interveniert wiederholt, spricht von unzulässigen Expropriationen und verlangt Gesetzesänderungen. Eine umfassende Bodenreform, die diesen Namen wirklich verdient, lässt auch in der Gegenwart weitgehend auf sich warten. Es gelingt der Wirtschaftspolitik trotz Deregulierungs- und Privatisierungsmaßnahmen nicht, den Lebensstandard der breiteren Bevölkerungsschichten zu verbessern. Die Herabsetzung der Preise für Strom, Benzin und öffentliche Verkehrsmittel ändert nicht viel. Der Wirtschaftsaufschwung bleibt ein Versprechen. Die Auslandsverschuldung steigt auf 30 Milliarden US$ und fast die Hälfte des nationalen Haushaltes muss für Schuldentilgungen freigehalten werden. Naturkatastrophen Der erhoffte wirtschaftliche Aufschwung wird auch gebremst durch die vielen Naturkatastrophen, die sich in der Regierungszeit von Aquino ereignen. Der Taifun Sisang verursachte im Januar 1987 den Tod von über 600 Personen, fast eine halbe Million Menschen verloren ihre Unterkünfte. Die Taifune Unsang, Yonin, Rubing und Saling führen gleichfalls zu größeren Zerstörungen und insgesamt über 600 Toten. Erwähnt sei noch die heftige Eruption des über sechshundert Jahre lang ruhigen Mount Pinatubo im Juni 1991 in Zentralluzon. Es ist die zweitstärkste Eruption eines Vulkans im 20. Jahrhundert. Mehr als siebenhundert Personen werden getötet und ca. 200.000 Personen werden obdachlos. Durch den immensen Aschenregen sinkt die weltweit durchschnittliche Temperatur um 1,5 Grad. Destabilisierung durch kontinuierliche Putschversuche Die Regierungszeit wird durch viele Putschversuche und Aufstände erschüttert. Schon in den ersten hundert Tagen der Regierung kommt es zu 68 aufstandsähnlichen Zwischenfällen mit vielen Toten. Die Literatur geht von insgesamt sieben größeren Aufständen in der gesamten Regierungszeit aus. Zumeist werden sie von Marcos-Anhängern gesteuert. Greifen wir nur zwei Putschversuche auf. Im Juli 1986 besetzt Arturo Tolentino, Marcos vormaliger Außenminister mit 200 Soldaten das Manila Hotel. Er ergibt sich aber schon nach vierzig Stunden, weil er kaum Unterstützung in der Bevölkerung findet. Tolentino wird übrigens für seinen Putschversuch nicht bestraft und die rebellierenden Soldaten werden nur zu Liegestützen verdonnert. Am 28. August1987 startet Colonel „Gringo“ Honasan mit etwa 800 rechtsgerichteten Soldaten den wohl blutigsten Putschversuch. Die Soldaten greifen Radiostationen, den Malacanang Regierungspalast und Militärstationen an. Der Putsch fällt nach wenigen Tagen in sich zusammen. In einem weiteren Punkt muß die Präsidentin zurückstecken. Das US-Militär-Basenabkommen läuft 1988 aus. In Verhandlungen wird es bis 1991 verlängert. Die jetzt vereinbarte jährliche Zahlung von nur 481 Millionen US$ durch die USA wird jedoch stark kritisiert. 1991 will Präsidentin Aquino einen neuen Vertrag aushandeln. Der philippinische Senat lehnt jedoch eine Verlängerung ab. Die Amerikaner ziehen sich von Subic Bay und der durch Vulkanausbruch zerstörten Clark Air Base zurück. Die Philippinen verlieren mit dem Rückzug der Amerikaner ihren zweitgrößten Arbeitgeber. Es endigt die fast 100-jährigre Militärpräsenz der USA auf den Philippinen. Aquino, deren Popularität gegen Ende der Amtszeit stärker nachlässt, bedauert den Ablauf ihrer Amtszeit im Jahre 1992 nicht. Sie spricht sich für Fidel Ramos als ihren Nachfolger im Präsidentenamt aus. Es gelingt ihr diese Personalentscheidung auch gegen stärkere Widerstände innerhalb der eigenen Partei und der katholischen Kirche durchzusetzen, denn Ramos ist Protestant und wirkte in den achtziger Jahren an der Umsetzung des Martial Law unter dem Ex-Präsidenten Marcos mit. Rückzug Nach ihrem Rückzug aus dem Präsidentenamt zieht sich Corazon Aquino weitgehend ins Privatleben zurück. Sie widmet sich ihrer Familie und stundenweise auch der Malerei. In die politischen Tagesquerelen mischt sie sich nicht mehr ein. Sie bleibt aber grundsätzlich politisch aktiv und spricht sich zum Beispiel 2001 für die Amtsenthebung des korrupten, politisch wenig kompetenten Joseph Estrada aus. 2005 bezichtigt sie die derzeitige Präsidentin Macapagal–Arroyo der Wahlmanipulation. Cory Aquino war Mitglied des Council of Women World Leaders und unterstütze Kongresse und Initiativen, die die Demokratieförderung in Asien zum Ziel hatten. Ihr ist auch die Verbreitung einer aus Birma herausgeschmuggelten Botschaft der inhaftierten Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi zu verdanken. Sie diente der Benigno S. Aquino Foundation, die insbesondere Ausbildungsprojekte fördert und unterstützte Institutionen, die im Mikrofinanzierungssektor tätig sind. Würdigung Corazon Aquino war keine ausgesprochene Freundin der Politik und wirkte in den politischen Zirkeln anfänglich zögerlich und schüchtern. Es bedurfte vielerlei Zuspruch von Freunden und Bekannten, bis sie sich der Wahl zum Staatspräsidenten stellte. Relativ schnell entwickelte sie - auch gegen massive Widerstände – politisches Eigenprofil. Der gute Wille allein reichte aber zumeist nicht aus. Am Ende ihrer vierjährigen Amtszeit blieb sie in ihrem politischen Wirken sicherlich hinter den eigenen Zielsetzungen und den hochgesteckten Erwartungen der Bevölkerung zurück. Es erfüllte sich weitgehend das, was ihr Mann Benigno Aquino 1983 in der Gefängniszelle seinem befreundeten Mithäftling, dem Journalisten Maximo Soliven, einmal sagte: „Wer immer nach Marcos Staatschef wird - er muss scheitern" (1) . Auch wenn viele ihrer Bemühungen im Ansatz stecken blieben, gilt es daran zu erinnern, dass sie die demokratischen Institutionen des Landes wieder in Kraft setzte. Sie entwickelte bemerkenswerte Gesetzesinitiativen und suchte den politischen Ausgleich zwischen scheinbar unversöhnlichen Gegnern. Insbesondere für ihr aktives Eintretens für die Demokratie erhielt sie viele Auszeichnungen, Ehrungen und Ehrendoktorhüte. Corazon Aquino, die zu ihrer Zeit die erste weibliche Staatspräsidentin im südostasiatischen Raum war und sich stets nur als Übergangspräsidentin sah, gehört trotz aller Rückschläge zu den historisch bedeutsamen Persönlichkeiten der philippinischen Geschichte. © Wolfgang Bethge, 2009 (1) Cory oder Chaos, in: http://wissen.spiegel.de/wissen/dokument/dokument.html?id=13521552&top=SPIEGEL
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