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Heinz Konsalik, Dschungelgold, Erstausgabe 1998, Taschenbuchausgabe 2000 : ISBN: 3-442-35309-2, 7.90 €
Im Roman kommandiert ein plötzlich zu Reichtum gekommener mächtiger Minenbesitzer namens Toledo über Tausende von Schürfern , die unter härtesten Bedingungen Golderz zu Tage fördern. Doch plötzlich hat er vom Goldgeschäft die Nase voll, heiratet Knall auf Fall die Tochter eines Schreiners und macht ebenfalls in einer Blitzentscheidung deren gerade zwanzigjährigen Schwester Belisa zur Chefin am Goldberg, bevor er sich an die Cote d`Azur absetzt. Zu aller Überraschung behauptet sich die mit eiserner Hand regierende „Gold-Lady“ Belisa gegenüber den 30.000 Schürfern, intrigierenden und korrupten Mitarbeitern und betrügerischen Goldhändlern. Die Fantasie des Autoren hat auch einen deutschen Arzt - Dr. Falk - an den Goldberg geschickt, der sich um die zahlreichen Verletzten und Opfer am Goldberg kümmert und der dank der Unterstützung von Belisa seine Pflegehütte zum Hospital ausbauen darf. Beachtlichen Raum im Roman nimmt die Versorgung der darbenden Goldgräber mit zuletzt vierhundert Huren ein, währenddessen ein Pater Burgos die verlorenen Seelen streichelt und die gutherzige Ethik des Autoren vermitteln darf. Am Ende des Romans hat Belisa den Umsatz ums Dreifache vermehrt und erhält die Mehrheit an den Geschäftsanteilen. Mit Spannung verfolgt der Leser, ob der deutsche Arzt und die Goldlady am Ende zueinander finden. Allein die herrscherische Filipina, die eindimensional nur nach Gold und Geld giert, belässt es bei der Sichtung des nackten Dr. Falk und dessen Massage. Der Glanz des Goldes ist eben stärker … Man darf annehmen, dass Konsalik im Rahmen der Hintergrundsanalyse und Materialrecherche auch auf Mindanao und in der Nähe des Goldbergs war. Jedenfalls ist die Beschreibung bestimmter Luxus-Hotels in Davao und in Manila sehr detailreich. Realiter kennt die Goldgräberei am Mount Diwalwal zwar viel Elend, Besitzstreitigkeiten, Hunderte von Morden, Grubeneinstürze und Quecksilbervergiftungen – aber keinen Besitzmonopolisten. Die Romanfiguren sind fiktiv, die Handlungsbezüge zugespitzt. Die gewollte Dramatisierung der Handlung - zum Beispiel durch Einbau eines CIA-Agenten, der einen Terroristen jagt - geht letztlich zulasten der Plausibilität und Realitätsnähe der handelnden Personen. © Wolfgang Bethge, 2004
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