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F. und R. Hanewald Tagalog (Pilipino) – Wort für Wort Bielefeld, 2001, ISBN: 3–89416-019-5, 7.90 € |
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Es gibt nur wenige deutschsprachige Veröffentlichungen, die in die Sprache des Tagalog einführen. Das von H. P. Kreuz vorgelegte Buch „Mabuhay“ scheint mehr für Sprachphonetiker geschrieben zu sein, seine Begrifflichkeiten schrecken eher ab. Kann hier das Kauderwelsch-Bändchen von Flor und Roland Hanewald, zu dem auch eine Lehrkassette erschienen ist, Abhilfe verschaffen?
Dafür erwartet den Leser eine frische, unverkrampfte Leseatmosphäre. Die grammatikalischen Pflichtexerzitien werden durch persönliche Ansprachen, ironische Einschübe, Verhaltenstips und Speisevorschläge aufgelockert. Mustersätze greifen typische Situationen auf, denen der Globetrotter insbesondere in ländlichen Regionen ausgesetzt ist, z.B. : - Reisen und Wohnen - Einkaufen - Essen und Trinken - Kranksein Selbst unabänderliche körperliche Bedürfnisse werden berücksichtigt und bei einigen der vorgestellten Schimpfwörter fuhr meiner „asawa ko“ (Ehefrau) der Schreck in die Glieder. Gewiß, wenn man will, dann kann man hier auch von vorgestanzten Sprachfloskeln sprechen. Für eine einfache Grundkommunikation dürften sie jedoch ausreichen. Manchmal öffnet ja schon die gute Absicht Türen. Zudem – Hand aufs Herz – wer bringt schon die Zeit und Geduld auf, eine Sprache zu lernen, die schon im Satzbau so fremdartig ist. Ein Beispielssatz mag dies veranschaulichen:
Uff! Und dann die vielen a-Vokale in den Wörtern, die unterschiedliche Wörter so ähnlich erscheinen lassen. Bescheidenheit im Lernanspruch scheint angemessen. Wer zu dieser Überzeugung kommt, für den ist das Büchlein der Hanewalds sehr empfehlenswert. Ein paar Schönheitsfehler seien nicht verschwiegen. Im Anhang befindet sich nur eine kurz gehaltene Vokabelauflistung Deutsch-Tagalog. Die umgekehrte Darstellung Tagalog- Deutsch scheitert angeblich an den vielen Vor-, Zwischen- und Nachsilben des Tagalog. Streckenweise ist die Druckgröße der Buchstaben so klein gehalten, daß der Globetrotter, der seine Vokabeln nicht gelernt hat, bei Leseschwäche oder einbrechender Dämmerung vermutlich Lupe und Taschenlampe braucht. Und auf der Lehrkassette – dies gilt für eine frühere Auflage – hört man zwar eine reizvolle junge Frauenstimme. Kenner des Tagalog versichern mir jedoch, die Sprecherin habe einen Visaya-Dialekt. © Wolfgang Bethge, in 2001
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