| Jens
Peters, Philippinen Reise-Handbuch
Wenn man lobt, den darf man auch kritisieren. Peters bietet bei der Fülle der Reiseinformationen relativ wenig Hintergrundswissen. Und vielleicht hat er Recht: Das Paperback-Buch kann kaum dicker werden. Mitunter gewinnt man den Eindruck der Autor orientiert sich zu sehr am streunenden preisorientierten Rucksacktouristen der 68-er Jahre, der in kurzer Zeit das Land von Nordluzon bis zu den südlichen Sulu-Inseln bereisen will. Für relativ standortgebundene Besucher des Landes biete der Reiseführer indessen manchmal eher zu wenig. Nur sehr bedingt lohnt sich ein Wechsel von der 8. Auflage (2002) auf die 9. Auflage (2005). Sicherlich sind viele Preise und Daten aktualisiert worden. Es sind jedoch nur fünf neue, kleinere Exkurse und Kommentare hinzugekommen. Das ist entschieden zu wenig und lässt eher auf einen vorgezogenen Ruhestand schließen. Ansonsten ist die 9. Auflage zu 95 % mit der 8. Auflage (einschließlich grafischer Darstellungen) identisch. Man hätte vielleicht gerne auch Aktualisierungen beim Thema „Durchschnittseinkommen bei ausgewählten Berufsgruppen“ oder den Touristenzahlen erwartet – leider Fehlanzeige. Weiter geschleppt wird die fehlerhafte Aussage, die Philippinen lägen bei der Ananasproduktion weltweit an vierter Stelle. Sie nehmen den zweiten Rangplatz ein. Dennoch bleibt der Reisführer von Peters ein unverzichtbarer Reisekompaß insbesondere für Erstbesucher der Philippinen. W. Bethge, in 2005
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