Von Priestern, Nonnen und der Himmelstür

Anmerkungen und Beispiele für den philippinischen religiösen Witz

Philippinische Internet-Foren haben häufig eine Spaß-Rubrik, die vermutlich auch wegen ihres Zotenreichtums gerne angeklickt werden. Fester Bestandteil dieser Spaß-Rubriken  sind auch religiöse Witze,  die einer näheren Betrachtung wert sind. 

Nun begibt man sich bei der Darstellung religiöser Witze mitunter auf dünnes Eis. Schnell kann von Orthodoxen der Vorwurf der Blasphemie – also der Verhöhnung von Sakralem – erhoben werden. Wir sind uns zu dieser Gefahr bewusst, stehen aber mit namhaften Theologen auf dem Standpunkt, dass in den Kirchen viel zu wenig gelacht wird und dass der der religiöse Witz durchaus seine Berechtigung im kirchlichen wie außerkirchlichem Raum hat. Er kritisiert mitunter mit beißender Ironie starr gewordene Hierarchien, Fehlentwicklungen, Doppelmoral und Scheinheiliges. Den Kirchen obliegt eigentlich die Verkündigung einer „Frohen Botschaft“ – es werden aber oft nur grau gewordene Worthülsen und Wortkulissen, die das Publikum kaum mehr versteht, mit großer Betroffen- und Ernsthaftigkeit hin und her geschoben. Erinnern wir uns vielleicht daran, dass sich die Fastnacht im Mittelalter auch aus dem kirchlichen Raum entwickelte. So war es zum Beispiel mitunter üblich, dass von der niedrigen Geistlichkeit ein „Narrenpapst“ oder „Narrenbischof“ gewählt wurde, der dann auf einem Esel in den Dom oder die Stiftskirche einritt. Nach einem Lobgesang auf den Esel erfolgte dann der klassische Gottesdienst. 

Wir dürfen uns bei unserem Vorhaben auch etwas auf den verstorbenen philippinischen Kardinal Sin berufen. Dieser mag zwar in seiner Kirchenpolitik in vielen Punkten (zum Beispiel der Geburtenverhütung) durchaus orthodox gewesen sein – für ein Späßchen und ironische Wortspiele war er jedoch immer zu haben. In Anspielung auf seinen Namen Sin („Sin“ entspricht im Englischen dem Wort Sünde) begrüßte er häufig seine Besucher mit den Worten „Welcome to the House of Sin“. Oder er sagte über sich: „I was born under a rock to serve the Rock and could not rock so I lived like a rock“ (Ich wurde unter einem Rock geboren um dem Rock zu dienen und konnte nicht rocken und so lebte ich im Rock – aber auch: wie ein Fels). Sicherlich war er kein Fürsprecher von all zu banalen, zu sexistischen Witzen, von denen es eine Fülle gibt. Wir werden von diesen (aus didaktischen Gründen?) nur einige wiedergeben. Beginnen wir mit der Vorstellung von Witzen auf der Gemeindeebene. 

Noch bekennen sich etwas über achtzig Prozent der Filipinos zum römisch-katholischen Glauben. Aber am Fundament der großen Kirche nagen vielfach andere kirchliche Gemeinschaften und Sekten vorwiegend amerikanisch-pietistischer Herkunft und liefern sich Glaubens- und Grabenkämpfe. Der nachfolgende Witz ist hier für eine gute Illustration: 

Eines Tages ging ich über eine Brücke und ich sah einen Mann, der von ihrem Rand springen wollte. Ich rannte zu ihm hinüber und sagte: 

„Halt! Tu das nicht!“

„Warum soll ich es denn nicht tun?“, sagte er.

Ich sagte, „Das Leben hat doch noch so viel zu bieten!“

Er sagte, „Was denn zum Beispiel?“

Ich sagte, “Bist du religiös oder Atheist?“

Er sagte, „Religiös.“

Ich sagte, “Ich auch. Bist du Christ oder Buddhist?“

Er sagte, „Christ“.

Ich sagte, „Ich auch! Bist du katholisch oder protestantisch?“

Er sagte, „Protestantisch“

Ich sagte, „Ich auch! Bist du Episkopalist oder Baptist?“

Er sagte, „Baptist!“

Ich sagte, „Wow! Ich auch! Gehörst du zur Baptisten „Kirche Gottes“ oder zu den Baptisten „Kirche des Herrn“?“

Er sagte, „Zur Baptistenkirche „Kirche Gottes!“

Ich sagte, „Ich auch. Gehörst du zur ursprünglichen „Kirche Gottes“ oder zur „Reformierten Kirche Gottes?“

Er sagte, „ Zur „Reformierten Kirche Gottes!“

Ich sagte, „Ich auch! Gehörst du zur „Reformierten Kirche Gottes“ von 1879 oder zur „Reformierten Kirche Gottes“ von 1915?“

Er sagte, „ Zu den von 1915!“

Ich sagte, „Stirb, du gehörst zu häretischen Abschaum!“ und ich stieß ihn fort. 

Priester und Nonnen sind auch auf den Philippinen klassische Zielscheiben des Witzes. Ob hier einem Stereotyp nachgejagt wird, das in seiner scheinbaren Asexualität kaum vorstellbar ist, sei hier dahingestellt. Aber greifen wir hier erst einmal einen harmloseren Witz aus dem Religionsunterricht auf

Ein Priester erläutert in der Sonntagsschule Fünf- bis Sechsjährigen die Zehn Gebote. Er erklärt ihnen unter anderem, dass sie Vater und Mutter zu ehren hätten. Danach fragt er: „Und gibt es ein Gebot, wie man Schwerstern und Brüder zu behandeln hat?“  

Ohne Zögern antwortet ein kleiner Junge  „Du sollst nicht töten.“ 

Kommen wir zu einigen Witzen, die den scheinbar unverzichtbaren sexuellen Bezug aufweisen und wohl nicht für den Kirchenraum gedacht sind: 

Ein junges Mädchen kommt zu dem neu berufenen Gemeindepriester und fragt:

„Vater, sie Sie sehen so gut aus. Warum sind sie Priester geworden?“

Priester: „ Weil meine Mutter nicht wollte, dass ich eine Nonne werde.“

Eine Nonne unterrichte eine Klasse in der Sonntagsschule und stellte dabei die Frage:

„Wenn ihr sterbt und in den Himmel kommt … welcher Körperteil geht dann zuerst?“

Suzy streckt die Hand und Sagt: „ Ich glaube, es sind die Hände.“

„Warum glaubst du es sind die Hände, Suzy?

Suzy antwortet: „ Weil wenn man betet, dann hält man die Hände nach vorne und Gott nimmt erst deine Hände.“

„Was für eine wunderbare Antwort!“, sagte die Nonne. 

Da erhob sich der kleine Tristan und sagte, „Schwester, ich glaube es sind die Füße.“

Die Nonne schaute ihn ernst an, „warum glaubst du, es sind die Füße?“

Tristan antwortete: „Nun gut. Letzte Nacht wanderte ich in das Schlafzimmer meiner Eltern. Meine Mutter hatte die Beine nach oben gestreckt und sagte. „Oh Gott, ich komme!“ Wenn Vater sie nicht niedergedrückt hätte, hätten wir sie verloren.“ 

    .... Die Nonne erbleichte

 

Ein scheinbar sexueller Witz kann aber auch eine ganz andere Wendung nehmen.

Zwei Nonnen – Schwester Mathematical (SM) und Schwester Logical (SL) – kommen vom Konvent. Es wird schon dunkel. 

SM: Hast du bemerkt, dass uns schon 38,5 Minuten ein Mann folgt. Ich frage mich, was er will.

SL: Das ist doch logisch. Er will uns vergewaltigen.

SM: Oh nein. Bei diesem Tempo hat er uns in spätestens 15 Minuten. Was können wir tun?

SL: Die einzige logische Sache ist, dass wir schneller laufen.

SM: Das wird nicht klappen.

SL: Natürlich wird es nicht klappen. Der Mann wird das einzig Logische tun – Er wird auch schneller laufen.

SM: Was sollen wir dann machen. Bei dieser Geschwindigkeit wird er uns in einer Minute erreichen.

SL: Das einzige, das wir tun können ist – wir trennen uns. Du gehst diesen Weg, ich den anderen. Beiden kann er nicht folgen. 

Der Mann entschloss sich Schwester Logical zu folgen. Schwester Mathematical kommt im Konvent an und macht sich Sorgen über den Verbleib von Schwester Logical. Dann kommt Schwester Logical. 

SM: Schwester Logical! Gott sei Dank bist du hier. Was geschah mit dir?

SL: Das einzig Logische passierte. Der Mann konnte nicht uns beiden folgen, er folgte mir.

SM: Ja, Ja. Aber was passierte dann?

SL: Das einzig Logische passierte. Ich begann so schnell zu rennen wie ich konnte und er auch.

SM: Und?

SL: Das einzig Logische passierte. Er erreichte mich.

SM: Meine Güte – was hast du dann gemacht!?

SL: Das einzig Logische. Ich hob meinen Rock.

SM: Oh Schwester! Was hat die der Mann angetan?

SL: Das einzig Logische. Er zog seine Hose herunter.

SM: Oh, nein! Was geschah dann?

SL: Ist das nicht logisch, Schwester? Eine Nonne mit einem Rock kann schneller rennen als ein Mann mit heruntergelassenen Hosen.

Der letzte sexistische Witz ist recht kurz, holt zum Doppelschlag aus und überschreitet für manche sicherlich die Grenzen des noch Tolerablen:

Ein Priester hat seinen Vogel verloren und fragt während einer Messe …

Priester: Ist irgendjemand, ein Vogel zugeflogen?

Daraufhin standen alle Männer auf.

Priester: Ich meine, hat irgendjemand einen Vogel gesehen?

Daraufhin standen alle Frauen auf.

Priester: Ich meinte, hat irgendjemand meinen Vogel gesehen? 

 ….. Da standen alle Nonnen auf.

Da wir dem Geschehnis nicht Glauben schenken können und wollen, wenden wir ins den optimistischeren Himmelstür-Witzen zu, die von einer höheren Gerechtigkeit im Regelfall kündigen, auf die wir im irdischen Leben oft warten müssen. Zum Teil bezieht sich diese Art von Witz auf einfache Leute, zum Teil bekommt hier der Klerus und die politische Prominenz ihr Fett ab. 

Ein Jeepneyfahrer und ein Priester kommen gleichzeitig zur Himmelstür und kündigen sich dem Heiligen Petrus an. Dieser blättert nach Eintragungen in seinem großen Himmelsbuch, überreicht schließlich nur dem Jeepneyfahrer ein silbernes Kleid und einen goldenen Stab und bittet ihn zu seinem Himmelshügel. Der Priester bleibt unbeachtet vor der Himmelstür.  

Sichtlich verärgert äußert sich der Priester: „ Ich bin doch der Mann des Kleides. Sicherlich stehe ich doch höher im Rang wie dieser Jeepneyfahrer. Da begann Petrus zu lachen  und sagte: „ Wir messen hier alles am Ergebnis. Immer wenn du gepredigt hast, schliefen alle Leute. Aber wenn sie mit dem Jeepneyfahrer im Jeepney fuhren, haben sie alle gebetet.“

Ein alter Mann verstarb und klopfte an die Himmelstür. An der Himmelstür fragte ihn Petrus: “Was hast du auf Erden getan, um den Himmel zu verdienen?“  

Der alte Mann antwortete: „Ich bin 85 Jahre treuer Bürger der Philippinen gewesen.“ 

Da entgegnete Petrus: “In diesem Fall darfst du eintreten. Du warst lange genug in der Hölle.“

Der nächste Witz sieht Imelda Marcos bereits schon im Himmel, derweil sie ja im aktuellen Leben noch an Amnesie bezüglich der Ursachen ihres Reichtum leidet und sie ansonsten über Schönheit und Harmonie den Journalisten die Seiten vollsäuselt.

Imelda ist gestorben und zum Himmel hinauf gefahren. Der himmlische Hof hat sich versammelt, um alle Neuankömmlinge zu begrüßen. Gott, der Vater, sitzt in all seiner Herrlichkeit auf dem Himmelsthron. Die anderen Himmelsspitzen einschließlich der Heiligen sind auch versammelt.  Als Imelda eintritt, stehen die letzteren alle auf nur der Heilige Vater bleibt sitzen. Erstaunt wendet sich der Heilige Geist an den Vater und fragt ihn: „Warum stehst du nicht auf und begrüßt Imelda?

Da antwortete Gott Vater: “Ich habe Angst, meinen Thron zu verlieren. Wenn ich aufstehe, dann wird sie mir den Thron nehmen.“

Von Heiligen war im vorangegangenen Witz auch die Rede. Zur allgemeinen Überraschung sieht ein Witz auch Ferdinand Marcos wegen seiner Wunder unter den Heiligen und begründet dies wie folgt:

Marcos hat drei Wunder bewirkt: 

  1. Einem bettelarmen Volk konnte er Millionen – vielleicht auch Milliarden – abnehmen.
  2. Mehr als dreißig Jahre blieb er mit Imelda verheiratet.
  3. Er starb eines natürlichen Todes.

Über den abgesetzten Präsidenten Erap Estrada gibt es etliche Homepages mit Hunderten von Witzen über ihn. Wie ein Magnet scheint er alle Spaßvögel wegen seiner offenkundigen Schwächen und Unzulänglichkeiten herauszufordern. Verkürzt wollen wir hier einen Witz über ihn und andere politische Kumpanen auf internationaler Ebene  wiedergeben.  

Estradas Frau starb und kam in den Himmel. Als sie bei Petrus am Himmelstor stand, sah sie ganze Wände von Glocken hinter ihm. Sie fragte ihn: „ Was sollen all diese Glocken im Hintergrund?“. Der heilige Petrus antwortete: “ Das sind Lügner-Glocken. Jeder auf Erden hat eine Lügner-Glocke. Jedes Mal wenn gelogen wird, schlägt der Klöppel gegen die Glocke.  

Estradas Frau fragt weiter: „Und wem gehört diese Glocke? –„ Die gehört Mutter Theresa. Ihre Klöppel haben sich nie bewegt, denn sie hat nie in ihrem Leben eine Lüge erzählt.“  

Die Fragerei geht weiter: „Und wem gehört diese Glocke?“ – „ Die gehört Abraham Lincoln. Sie hat nur zweimal geläutet, weil er nur zweimal im Leben gelogen hat.“  

„Und wo ist die Glocke von Erap?“, fragt die Frau. Und Petrus antwortet: „ Die ist im Büro von Jesus. Er benutzt sie als Ventilator“.

 

Estradas Frau starb und kam in den Himmel. Als sie bei Petrus am Himmelstor stand, sah sie ganze Wände von Glocken hinter ihm. Sie fragte ihn: „ Was sollen all diese Glocken im Hintergrund?“. Der heilige Petrus antwortete: “ Das sind Lügner-Glocken. Jeder auf Erden hat eine Lügner-Glocke. Jedes Mal wenn gelogen wird, schlägt der Klöppel gegen die Glocke.

Estradas Frau fragt weiter: „Und wem gehört diese Glocke? –„ Die gehört Mutter Theresa. Ihre Klöppel haben sich nie bewegt, denn sie hat nie in ihrem Leben eine Lüge erzählt.“  

Die Fragerei geht weiter: „Und wem gehört diese Glocke?“ – „ Die gehört Abraham Lincoln. Sie hat nur zweimal geläutet, weil er nur zweimal im Leben gelogen hat.“  

„Und wo ist die Glocke von Erap?“, fragt die Frau. Und Petrus antwortet: „ Die ist im Büro von Jesus. Er benutzt sie als Ventilator“.

 

Die Ex-Präsidenten Clinton, Yeltzin und Erap Estrada stehen schon lange vor dem himmlischen Gericht.  

Da beginnt Clinton zu jammern: „Wann wird mich der himmlische Staatsanwalt von meiner Schuld endlich freisprechen? Wie lange soll ich noch wegen meiner sexuellen Eskapaden verteidigen müssen?  - „Bis zum Jahre 2015“, lautet Gottes knappe Antwort. 

Auch Yeltzin jammert: “ Wann wird die russische Wirtschaft endlich prosperieren? Ich kann nicht mehr solange warten.“ – „Bis um das Jahr 2020“, murmelt Gott. 

Schließlich bedrängt auch Erap Gott mit Fragen: „Wann glaubst du, dass ich von den philippinischen Intellektuellen und der Elite der Gesellschaft  endlich als kompetenter Staatsführer anerkannt werde? Da begann Gott zu weinen und sagt: „Wenn dies geschieht, werde ich hier nicht mehr sein ... “

Der Himmel ist aber auch nicht ganz unverschont von peinlichen Verwechslungen. Und in diesem Fall betrifft es einen ganz Oberen.

Der Heilige Petrus hat seinen dreiwöchigen Urlaub angetreten und Jesus springt für ihn am Himmelstor in die Bresche. „Das ist keine schwere Arbeit“, sagte Petrus, “ Du musst nur am Registriertisch sitzen und die Leute etwas über ihr Leben ausfragen. Dann schickst du sie zum Fundus, damit sie sich ihre Flügel holen.“ 

Am dritten Tag sah Jesus einen etwas verwirrten alten Mann vor sich stehen. „ Ich bin nur ein einfacher Zimmermann“, sagte der alte Mann.“ Einst hatte ich einen Sohn. Er ist auf besondere Weise geboren worden und war irgendwie anders als die anderen. Obwohl er Löcher in Händen und Füßen hatte durchlief er eine gewaltige Transformation. Er ist nun schon lange Zeit von mir weg, aber sein Geist blieb lebendig. Überall auf der Welt erzählt man sich seine Geschichte.“

Da stand Jesus auf und streckte seine Arme aus. Mit Tränen in den Augen umarmte er den alten Mann. „Vater“, rief er, „wie ist die Zeit vergangen!“. 

Der alte Mann sah ihn daraufhin ein wenig von der Seite an, hielt inne und sagte: „ Pinocchio?“

Schließlich soll auch nicht unerwähnt bleiben, dass Pinoys offenbar auch einer „deutschen Hölle“ begegnen könne.   

Ein Pinoy stirbt und fährt zur Hölle. Er findet heraus, dass es offenbar für jedes Land eine eigne Hölle gibt. 

Zuerst geht er zur deutschen Hölle und fragt:“ Was machen die hier so?“ Man antwortet ihm: “Erst binden sie dich für eine Stunde auf den elektrischen Stuhl. Dann legen sie dich eine weitere Stunde auf ein Nagelbett. Dann kommt der deutsche Teufel und peitscht dich den ganzen restlichen Tag aus.“  

Unserem Pinoy missfällt all dies und er besucht daraufhin die Hölle Russlands und der USA. Aber immer wieder muss er entdecken, dass sie genau der deutschen Hölle entsprechen.   

Schließlich gelangt er zur philippinischen Hölle vor der viele Leute stehen. „Was machen denn die hier?“, fragt er erstaunt. „ Nun, erst binden sie dich für eine Stunde auf den elektrischen Stuhl. Dann legen sie dich eine weitere Stunde auf ein Nagelbett. Dann kommt der deutsche Teufel und peitscht dich den ganzen restlichen Tag aus.“   

„Aber diesen Höllen bin ich doch auch schon woanders begegnet“, erwidert der Pinoy, “ warum versammeln sich dennoch hier so viele Leute?“ 

„Weil es hier immer einen brown-out (Stromausfall) gibt, so dass der elektrische Stuhl funktionsuntüchtig bleibt. Und irgendjemand hat alle Nägel gestohlen, um sie kiloweise zu verkaufen. Schließlich arbeitet hier der Teufel wie ein öffentlich Bediensteter. Er kommt herein, sticht seine Stundenkarte, schüttelt allen die Hände und geht dann wieder nach Hause.“

Kritische Einwendungen zu diesem Artikel bitte an der Himmelspforte ablegen. Soll der Schreiberling doch im tiefsten Schlund der der Hölle landen!


  W. Bethge, in 2006